Bald kommt Cuxhaven in Sicht. Im Sporthafen der Seglervereinigung wollen wir die Nacht verbringen.

Im Handbuch wird empfohlen, die Hafeneinfahrt wegen der starken Strömung mit kräftigem Schub zu passieren und vorher noch mit dem Nebelhorn ein Signal geben.  Das machen wir dann auch.  Wir geben Signal setzen den Kurs quer zur Elbe in Richtung Hafeneinfahrt und sind erst mal überrascht vom Strom. Da muss man mit ordentlich Gas ganz schön dagegen halten.

Der Hafen ist sehr gut belegt und wir verbringen die erste Nacht im Päckchen.

In Cuxhaven befindet sich der größte Fischereihafen Deutschlands, Knapp 50 000 Menschen leben hier. Auf unserem Rundgang entdecken wir eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, eine liebenswerte Altstadt, originelle Kneipen und gemütliche Kaffeehäuser. Seit 1816 ist Cuxhaven ein Seebad und seit 1964 ein staatlich anerkanntes Seeheilbad. Mehrere Kurorte befinden sich in der näheren Umgebung. Die Bedeutung als Marine- und Militärstützpunkt ist  in den letzten Jahren zurück gegangen. Dafür sind die zahlreichen off-shore Parks zur Energiegewinnung aus dem praktisch immer vorhandenen Wind unübersehbar. Im off-shore Windenergie Testfeld werden Prototypen getestet und zertifiziert.

Wir liegen hier  gut fest und verholen uns am nächsten Tag an einen frei werdenden Liegeplatz. Da Feiertag ist, lässt sich kein Schiffsmechaniker auftreiben, der sich unsere Hydraulikpumpe ansehen könnte. Also nutzen wir die Zeit für eine Stadtbesichtigung. Vom Hafen aus erreicht man in wenigen Schritten den Deich und von hier aus die sehr schöne Altstadt. Backsteingebäude, vereinzelt noch mit Reetdächern, kleine Kaffeehäuser, attraktive Geschäfte und eine schöne Fußgängerzone machen einen angenehmen Eindruck.  Hier kann man es durchaus aushalten.  In der „kleinen Kneipe“, einer urigen Seefahrerbar hängen wir eine unserer Crewmützen an die Wand, wo sie neben Mützen aus aller Welt in guter Gesellschaft ist

 

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