Die Marina liegt etwas ausserhalb von Split völlig unspektakulär. Es gibt zwei Hafenbecken, von denen das nördliche den Charterschiffen und das Südliche privaten Yachten vorbehalten ist. Die Anlage ist relativ neu, sauber, aber ohne grossen Reiz. Hier kommt man und hier geht man.

Aus der früheren Uebernahme unserer Yacht wird nichts. Statt wie vereinbart um 13:00 an Bord gehen zu können, werden wir auf 16:00 Uhr vertröstet. Macht auch nichts, unser letztes Crewmitglied kommt ohnehin erst um 16:05 Uhr, das Wetter ist auch schlecht und einkaufen müssen wir auch noch. Unser Gepäck können wir in der Marina deponieren. Am Eingang der Marina warten etliche „Privatchauffeure“, die einen mit ihrem Auto zum nächsten Einkaufscenter bringen.

Wir erwischen mit Ivica einen originellen Typen, der uns ein paar Kilometer mit seinem recht klapprigen Skoda zu einem riesigen Interspar bringt, in dem wir unsere Proviantliste abarbeiten und anschliessend in zwei Einkaufswagen abtransportieren.

Ivica wartet geduldig auf uns und bringt uns wieder in die Marina zurück, wo er uns beim Ausladen unseres Einkaufes behilflich ist.

Unser Schiff ist leider noch immer nicht parat, Grund sind Reparaturen und Reinigungsarbeiten. Die letzte Crew ist mit einem gebrochenen Ruder und einem defekten Bugstrahlruder zurück gekommen. Beides muss ausgetauscht werden.

Dann endlich dürfen wir an Bord und sind angenehm überrascht. Alles ist blitzsauber, die Betten sind mit einer attraktiven Bettwäsche bezogen, wir finden Geschirrtücher und ein paar Getränke vor. Die Schiffsübergabe verläuft problemlos, sogar ein Handy befindet sich an Bord, von dem aus im Notfall die Charteragentur angerufen werden kann.

 

Die Nacht bleiben wir in der Marina, Niko kocht und wir verkriechen uns bald in unserer Kojen.

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