Nach einem ausgiebigen Frühstück laufen wir um 09:51 Uhr aus. Ziel ist die Insel Zirje. Gleich nach der Marina können wir die Segel setzen und ein kräftiger Südwind schiebt uns kontinuierlich nach Norden. Das Meer ist noch unruhig, der Wind nimmt deutlich zu, wir beschliessen die Genua, die ohnehin nur im Schatten des Gross lustlos baumelt wieder einzurollen und bald segeln wir nur mehr mit dem Gross dahin.

Um 16:16 machen wir an einer der Bojen in der Uvala Stupica auf Zirje fest. Zjrje ist die entfernteste Insel im Archipel von Sibenik und hatte daher schon immer eine militärische Bedeutung.

Am Rande der Bucht sieht man auch noch die Reste einer Festungsanlage, die bei der türkischen Invasion im 16. Jahrhundert komplett zerstört wurde. Spuren der strategischen Bedeutung reichen aber bis in die heutige Zeit. Auf der Seekarte wird in der unmittelbar benachbarten Bucht, der „Uvula stupica mala“ auf Minengefahr hingewiesen.

Die Insel ist 11.8km lang und 2.5km breit. 2006 zählte man noch 160 Einwohner, die überwiegend von der Landwirtschaft und von der Fischerei leben. Der Name leitet sich vom kroatischen Wort „Zir“ ab, was Eichel bedeutet. Wahrscheinlich war die Bucht früher von einem mächtigen Steineichenwald bedeckt.

In der Bucht  machen wir an den ausgelegten Bojen fest. Ausser uns, liegen hier noch drei Segelschiffe.

Am Ufer steht die Konoba Stupica, die wir am Abend aufsuchen. Rosa, die Wirtin erklärt uns die Speisekarte. Es gibt entweder  Fisch oder Kotelett, als Beilage eine Art Kartoffelbrei, gemischten Salat und dazu Hauswein, -ein einfaches, aber leckeres Menu.

Nach dem ausgiebigen Abendessen sind wir sehr müde und suchen früh unsere Kojen auf. Mehr kann man hier eigentlich nicht machen, zumal es inzwischen auch schon dunkel geworden ist. Wir liegen angenehm ruhig und schlafen beruhigt ein

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