Die schönste Insel, der beste Ankerplatz, die beste Konoba.

 

So könnte man kurz unseren Besuch umschreiben. Hier hat einfach alles gepasst.

Wir lagen in der nördlichsten Bucht vor Anker, am Ufer eine Konoba, in der Goran für uns exklusiv seine berühmte Peka gekocht hat.

Er hat uns am nächsten Morgen mit seinem VW-Bus auch noch die Insel gezeigt.

Ein unvergesslicher Besuch, den ich nur empfehlen kann.

 

Auf dem Film bekommst Du einen kurzen Einblick.

Der Wind steht günstig, wir wollen weiter in die Kornaten und brechen um 09:57 Uhr wieder auf. es ist allerdings recht frisch geworden und so sitzen wir mit Ölzeug und Mützen im Cockpit. Unterwegs hören wir plötzlich Flugzeuglärm, der immer näher kommt Ein gelbes Flugzeug nähert sich uns im Tiefflug und kommt immer tiefer. Aus der Nähe erkennen wir dann ein Löschflugzeug. Es nimmt unmittelbar vor uns Wasser auf und entleert es kurz darauf wieder. Das Spektakel wiederholt sich einige male, offensichtlich wird hier geübt.

Ansonsten ist die Fahrt problemlos und wir erreichen um 15:20 Uhr die Insel. Die Einfahrt in die Telascica - Bucht ist spektakulär. Weit zieht sie sich nach Norden, gibt immer wieder kleine Seitenbuchten und stille Ankerplätze frei, bis wir schlussendlich im nördlichsten Teil, in der Uvula Maslinica den Anker fallen lassen. Der Grund besteht aus Schlick, so dass er beim ersten Manöver gut hält.

Der Name Dugi Otok bedeutet „lange Insel“. Und diesen Namen trägt sie zu recht: 43km lang und 5km breit ist sie, 1772 Einwohner wurden 2001 noch gezählt. Die Insel besitzt keine Süsswasserquellen, daher wird das Regenwasser in Zisternen aufgefangen und einmal wöchentlich kommen Wassertransporte mit dem Schiff.

Dugi Otok grenzt an den Nationalpark Kornati, seit vergangenem Jahr wird aber auch hier von Ranchern eine Gebühr erhoben. Und diese kommen am späten nachmittag mit dem Schlauchboot und kassieren die Tagesgebühr von 350 Kuna.

Am Ufer befindet sich das bekannte Restaurant Goro.

Goran, der Wirt, bereitet hier nach Voranmeldung seine Spezialität, eine Peka zu. Dabei wird in einer zugedeckten Pfanne Lamm und einen Kalbshaxe mehr als zwei Stunden langsam gegart.

Über dem Kochgeschirr wird die Glut aufgehäuft und so luftdicht verschlossen. Immer wieder kehrt Goran die Glut mit einem eigentümlichen Besen zurecht. Sobald Flüssigkeit durch den Gluthaufen tritt, ist die Peka fertig.  Am Ende wird das Ganze mit Weisswein übergossen und serviert.

Goroan ist ein origineller Typ, früher Elektroingenieur, seit dem Ende des Bürgerkrieges betreibt er die Konoba. Er erzählt uns viel über die Geschichte der Insel, die früher ein Hauptstützpunkt der österreichischen k. u. k. Marine war. Gorans Grossmutter erzählte ihm noch oft von den damaligen Zeiten. Immer wenn eines der Schiffe in die Bucht kam, gab es viel Arbeit für die lokale Bevölkerung, weil Material auf das Observatorium am höchsten Punkt der Insel transportiert werden musste.

Die Peka ist phantastisch. Goran ladet uns am nächsten Tag zu einem kleinen Ausflug auf den höchsten Punkt der Insel ein.

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